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Münster

LVM "Kristall"

Projekt

LVM "Kristall" - Neubau Verwaltungsgebäude
Realisierung Sommer 2014

Mit dem LVM 5 erweitert die LVM Versicherung ihren Stammsitz am Kolde-Ring in Münster um ein weiteres Gebäude. Der „Kristall“, wie der transparente Neubau aufgrund seiner ungewöhnlichen Kubatur auch genannt wird, wurde im April 2013 bereits über den Einsatz einer Brücke an das LVM-Hochhaus angeschlossen. Der aufrecht stehende Turm mit geneigten Fassadenflächen und einem dreigeschossigen Basisgebäude umfasst 19.800 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Das Konzeptdesign für das 18-geschossige Hochhaus mit dreigeschossigem Basisgebäude stammt von Prof. Duk-Kyu Ryang. Die gesamte architektonische Planung wurde von der Düsseldorfer Architektenpartnerschaft HPP übernommen.

(Quelle: www.hpp.com/de/projekte/bautypologien/greenbuilding/lvm5.html,16.06.2016)

Raumkonzept

Open Space mit Einzelbüros und Kommunikationsflächen Veranstaltungs- und Schulungsräume im Sockelbau

Projektbeteiligte

Bauherr LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G.
Projektentwicklung Herbert Paschant
Projektsteuerung LVM Versicherung, Abteilung Immobilien
Architekten Duk-Kyu Ryang und HPP Architekten, Düsseldorf

Chronologie

Entwurf Duk-Kyu Rang 2009
Planungszeit HPP April 2010 bis März 2014
Bauzeit April 2011 bis August 2014
Bezug/Inbetriebnahme 04.August 2014
Einweihung 05.September 2014

Daten

BGF gesamt 19.818 m²
BRI Bauvolumen 76.412 m³
Geschosszahl 21 (davon 3 unter Terrain)
Anzahl Arbeitsplätze 450

(Quelle: Falk Jaeger (HG): Kristall LVM Versicherung Duk-Kyu Ryang HPP-Architekten. jovis Verlag Berlin 2015, Seiten 148, 150)

Projektdetails

Die Büroflächen entwickeln sich frei um den Gebäudekern, in dem Aufzüge, Treppen, Sanitär- und Nebenräume zusammengefasst sind. Erstmals bei der LVM gibt es größere zusammenhängende Büroflächen, Gruppenbüros und "Open-Space-Büros", in denen eine offene Arbeitswelt organisiert werden kann. Strukturiert werden die Räume durch Möbel und halbhohe Trennwände.

In den unterschiedlichen Etagen sind unterschiedliche Farbpaletten anzutreffen, mal Gelb- und Beigetöne, mal Rot, mal Grün, mal Blau, wobei die Farbintensität jeweils vom Kern aus Richtung Glasfassade abnimmt. Die Büroräume leben von der Abwechslung, vom Zusammenspiel von Beton und farbigen Teppichen, hölzernen Wandpaneelen und weißen Möbeln, gelben Akustiktafeln und raumhohen Holzfenstern.

(Quelle: Falk Jaeger (HG): Seite 73)

Anforderungen

Ohne den Einsatz akustischer Maßnahmen ist der Schalldruckpegel in Open Space Bereichen oftmals zu hoch. Bei langen Nachhallzeiten überdecken sich Gespräche mit dem reflektierten Schall. Das konzentrierte Arbeiten wird gestört.

Im Kristall sind die Wände im Open Space teils mit schallabsorbierenden Holzpaneelen ausgestattet. Zusätzlich zur Akustikdecke reduzieren die schallabsorbierend ausgeführten Schranktüren der Highboards den Schalldruckpegel. Die in den Geschossen unterschiedlich farbigen Teppichböden dienen der Trittschalldämmung zwischen den Räumen und tragen innerhalb des Raumes zusätzlich zur Optimierung der Raumakustik bei.

Jedoch können die Gespräche von den benachbarten Arbeitsplätzen die Mitarbeiter noch stören. Durch zusätzliche Abschirmungen zwischen den Arbeitsplätzen bzw. Arbeitsgruppen kann der Schalldruckpegel und das Verstehen von Sprache und die damit verbundene Störung ausreichend minimiert werden. Zum Einsatz kommen die Paneelabsorber der Serie dikustik PA 50. Zusätzlich stehen für diskrete Besprechungen im Kristall auf jeder Etage abgeschirmte Räume zur Verfügung.

Fachhandelspartner: Gotzen GmbH, Münster

Systeme

Paneelabsorber dikustik PA 50 als schirmende Absorber Aluminium-Rahmen pulverbeschichtet weiß beidseitig stoffbezogen – bedruckt im Farbkonzept Kristall Bezug umseitig mit Gummikeder zum schnellen Farbwechsel Schallabsorptionswert αw = 0,70 (beidseitig)

Format 1.800 x 600 mm (b x h) = 1,08 m²
Anzahl stehend 181 Elemente (3.OG - 14.OG) auf Highboard verschraubt Aluminium-Vierkantrohr, L = 100 mm<
Anzahl hängend 20 Elemente (5.OG - 13.OG) von Decke abgehängt